Hallo Nagi,
zuerst mal für alle, die sich mit dem Thema noch nicht auseinandergesetzt haben: Solange man nicht beschleunigt, steht natürlich Lamba 1 an, was ja auch Sinn einer Lambdasonde ist und für optimale Abgaswerte sorgt. Beim Beschleunigen oder bei Volllast wird dann angefettet. Das ist auch völlig normal so und das macht jede KE bereits ab Werk. Die Frage ist jetzt, wieviel angefettet wird.
Ich hab dazu ausführlich gegoogelt und es war an verschiedenen Stellen davon die Rede, dass Lambda 0,85-0,87 der beste Wert für optimale Leistung sei. Inwiefern die alle voneinender abgeschrieben haben, ist eine andere Sache

. Wäre nicht das erste Mal.
Da die Einstellung ja nur schwierig punktgenau zu machen ist, und der Wert bei mir immer, wenn auch nur minimal, geschwankt hat, wollte ich im Zweifel lieber etwas zu fett, aber auf keinen Fall über Lambda=0,85 kommen. Irgendwo hab ich auch gelesen, dass der Leistungsabfall bei zu magerem Gemisch sich schneller bemerkbar macht, wie wenn etwas zu fett eingestellt ist. Die nicht ganz optimale Verbrennung bei zu fetter Einstellung wird teilweise durch die größere Spritmenge (=mehr Energiegehalt im Gemisch) wieder kompensiert. Wenn's zu mager ist, fehlt einfach Energie, was sich dann zwangsläufig im Vortrieb bemerkbar macht. Zudem hilft fettes Gemisch ja auch bei der Motorkühlung. Der Spritverbrauch steigt allerdings auch.
Aus diesen Gründen ist dann Lambda 0,8-0,85 rausgekommen. Ich würde behaupten, dass der Motor bei Werten über 0,9 bereits spürbar an Leistung verliert. Wir hatten auch eine Testfahrt mit Lambda über 0,9 und das konnte man tatsächlich spüren. Leider weiß ich nicht mehr genau, welcher Lambdawert da angestanden war. Könnte auch schon Richtung 1 gegangen sein.
Im Zweifel gilt wie immer: Versuch macht kluch... aber wer hat schon gerade eine Breitbandlambdasonde mit entsprechendem Messgerät in der Tasche...
Vielleicht kann ja auch Meisterjäger noch was dazu sagen. Mein Wissen ist zum größten Teil nur zusammengegoogelt.