Mercedes W206 und der "Nachfolger des Evo 2"

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Re: Mercedes W206 und der "Nachfolger des Evo 2"

Beitragvon Srt Wolle » 3. Dez 2020, 14:15

Natürlich gibt es sehr viele 10 und 20kv Leitungen, aber wer nicht gerade in einem Gewerbegebiet wohnt hat da nicht viel von. Genau die Problematik die Walter anspricht meine ich, normale Wohnsiedlung und keinen 10kv Trafo im Garten. Zu unserem Wechselstromzäler, der läuft Einpfasig mit 230V, das liegt in der Natur der Sache. Bei deinem Sachverstand gehe ich davon aus das du das überlesen hast. Die UV ist bestens mit 12 Sicherungsautomaten ausgerüstet, aber die Vorsicherung mit 25A kommt da nicht mit. Und genau dieses Beispiel könnte man auf unser ganzes Stromnetz übertragen. Unser E Fiat könnte auch 3,3kw Ladestrom haben, so sicher bin ich mir da nicht. Er wird über eine ganz normale Schuckosteckdose geladen, ergo, bei 16A Ladestrom ist Ende. Unser derzeitiges Stromnetz und die Lademöglichkeiten reichen halt nur für ein paar Individuelle Autofahrer, es ist, derzeit, nicht Massentauglich. Ich verstehe ehrlich gesagt auch diese Hartnäckigkeit das alle E Autos kaufen sollen nicht ganz. Der Dieselmotor hat sich die letzten Jahrzehnte derart stark entwickelt das er quasi die Eierlegendewollmilchsau geworden ist, sparsam, sauber, langlebig und Leistungsstark. Wenn ich mir den Vergleich erlauben darf: ein moderner Golf GTD und Co ist schneller und sparsamer als unsere 16Vs.
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Re: Mercedes W206 und der "Nachfolger des Evo 2"

Beitragvon Nagilum » 3. Dez 2020, 16:26

@Walter:
"Gemäß §19 der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) müssen in Deutschland neue Anlagen beim zuständigen Versorger angemeldet bzw. solche mit Leistungen über 12 kVA sogar genehmigt werden. "
Quelle: https://www.mobilityhouse.com/de_de/mag ... boxen.html
Das war auch das, was ich im Kopf hatte: Ladesäulen bis einschl. 11 kW können sie dir nicht ohne weiteres verweigern, die 22 kW Säulen aber durchaus, was bislang aber wohl selten passiert. Es ist durchaus denkbar, dass die Geräte künftig, ähnlich PV Anlagen, regel/abschaltbar sein müssen um Segmentüberlastungen auszuschließen.
Wie schon geschrieben wäre das im Regelfall aber auch kein großes Problem, da kaum jemand 8, 10 oder mehr Stunden á 22 kW benötigt.

Da ich mit Gemeinschaftsparkplatz nicht zuverlässig laden kann und viel Stadt-/Kurzstreckenverkehr habe, wurde es bei mir ebenfalls ein Hybrid.
Fazit: 44 Liter Super auf 990 km. Mit dem W204 C220 CDI lag ich im Schnitt immer um die 7,5 Liter/100 km (+/- 0,5 l), wären also ca. 74 Liter Diesel gewesen.

@Srt Wolle:
Einphasig mit 230 V? Da könnt ihr ja nicht mal handelsübliche Herd/Backofen-Kombinationen anschließen - da ist schon 3 Phasen die Regel.
Mir wäre jetzt auch kein (selbst älteres) Haus bekannt, dass Einphasig versorgt wird. Das wäre schon _sehr_ exotisch.
AFAIK ist selbst das Haus meiner Eltern (~35 Jahre alt) mit 3 Phasen á 63 A (Hauptzuleitung) abgesichert. Das Haus meiner Oma wurde irgendwann in den 60ern gebaut und hat auch schon 3 Phasen.

Davon abgesehen: Über Schuko laden die meisten nur mit 10 A, weil man den Steckdosen nicht traut bzw. befürchtet, dass jemand Billigmehrfachstecker dazwischen hängt und das Zeug wegbrennt.
~3,2 kW wären 14 A und könnten durchaus sein, 3,6 kW / 16 A sind sehr selten, da wären auch die letzten Sicherungsautomaten im Regelfall am Limit.

Da also normalerweise seit vielen Dekaden 3 Phasen im Haus liegen ist das Problem eher, dass man damals nicht damit gerechnet hat, dass selbige auch in der Garage nötig sind und dort oftmals nur eine Phase ankommt.
Das erhöht natürlich die Kosten und macht Arbeit.

Übrigens ist der Diesel weniger sparsam als man gern erzählt. ;)
Wobei da z.B. BMW deutlich besser zu liegen scheint als Mercedes. Aber selbst da: Bei rund 40 % Effizienz sind selbst die besten Thermodynamichen Triebwerke am Ende.
Und zur Langlebigkeit: Frag mal Steffen... der hat in meinem Thread zum C220 CDI einiges geschrieben was die Haltbarkeit moderner Motoren angeht.
Golf GTD 2020 vs. 190E von 1988 ist ein schwieriger Vergleich. Völlig verschiedene Motoren - zumindest ein Vergleich mit einem aktuellen Benziner der 200 PS Klasse wäre angebracht. ;-)
(Und dann gilt auch: Bei gleichem Lastprofil - die ganzen downsizing Dinger fressen nämlich durchaus ordentlich, wenn sie gefordert werden)

@Peter:
Ich diskutiere mit dir nicht weiter über CO² und "Flatterstrom". Stromspeicher werden ganz sicher vermehrt kommen und es werden auch weiterhin konventionelle Kraftwerke zur Reserve vorgehalten - abgesehen natürlich von Atomreaktoren, die sind so träge, dass sie schlichtweg nur (begrenzt - auch da gibt es Monatelange Wartungspausen) Grundlastfähig sind.
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Re: Mercedes W206 und der "Nachfolger des Evo 2"

Beitragvon Fritten-pete » 3. Dez 2020, 16:34

Servus,

Nagilum hat geschrieben:
@Peter:
Ich diskutiere mit dir nicht weiter über CO² und "Flatterstrom". Stromspeicher werden ganz sicher vermehrt kommen und es werden auch weiterhin konventionelle Kraftwerke zur Reserve vorgehalten - abgesehen natürlich von Atomreaktoren, die sind so träge, dass sie schlichtweg nur (begrenzt - auch da gibt es Monatelange Wartungspausen) Grundlastfähig sind.



schade, wäre doch zu interessant gewesen für mich, aber die Gründe sind immer dieselben warum nicht mehr auf Fragen eingegangen wird.
Das modernste Kohlekraftwerk in Moorburg, gebaut für drei Milliarden Euro im Jahre 2015, wird vom Netz genommen, trotz modernster Technologie, da kann man einfach nur
den Kopf schütteln.
Dazu kommen die 317 Millionen Euro Entschädigungszahlung.

Aber solange man es nicht am eigenen Geldbeutel merkt, kapieren es manche leider nie.

Bezüglich Stromspeicher: Welche Speicherform hast du denn da im Hinterkopf? Batteriespeicher?



Gruß Peter
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Re: Mercedes W206 und der "Nachfolger des Evo 2"

Beitragvon Nagilum » 3. Dez 2020, 17:31

Die Ganze Welt (also die moderne inkl. einem Teil der Amerikaner, abzüglich dem nicht zurechnungsfähigen Trump und seinen speziellen Anhängern) will weg von fossilen Kraftstoffen und da kommt der Peter und sagt: Das was die tun ist alles quatsch.
Deine "Unklaren" Studien sind... die wurden oftmals schon wo anders zerlegt.
Soll ich da wirklich anfangen mit dir eine irgendwie sinnbehaftete Diskussion zu führen? Was sollte mich dazu animieren?
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bringe ich viel Zeit und Mühe auf um am Ende von dir ein "Glaub ich immer noch nicht" zu bekommen. Das kann ich mir auch schenken.

Aber wenn du so willst:
Ich bin durchaus dafür die ineffizientesten Kraftwerke zuerst abzuschalten und dafür ggf. andere zu verlängern. Ich bin auch ein klarer Befürworter von Datteln 4 - wenn dafür im Gegenzug ineffizente Kraftwerke in gleicher Leistung abgeschaltet werden. Denn auch das reduziert den Ausstoß und Ressourcenverbrauch.
Kohle aus Australien sehe ich hierbei auch weniger kritisch an als z.B. Öl aus vielen Herkunftsregionen. Dass wir uns damit von (menschen)rechtlich "schwierigen" Regionen weniger abhängig zu machen sollte man auch im Auge behalten.

Als Energiespeicher?
Tatsächlich sehe ich Techniken wie LiIon bislang wenig geeignet für sowas, wobei Tesla in Australien solche Anlagen schon zur Netzunterstützung im Einsatz hat - und die setzen viel weniger auf EE als wir, obwohl sie viel mehr Potential hätten, gerade was Photovoltaik angeht.
IMHO, stand der Technik, eher Puffer auf Wasserstoffbasis oder Redox-Flow-Batterien. Schlichtweg aufgrund der Zyklenfestigkeit.
Allerdings ist es hier durchaus möglich, dass E-Auto Akkus hier einen 2. Lebenszyklus haben, bei dem auch 80 % oder weniger noch völlig ausreichen.
Gewicht ist bei Stationären Stromspeichern sehr unwichtig und die Energiedichte wäre nach wie vor gut.

Nachteil bei der Wasserstofflösung: Die Verluste sind relativ hoch, was allerdings z.B. aufgefangen werden kann, indem solche Anlagen in Windparks betrieben werden, die statt Abschaltung auf Wasserstoffproduktion gehen.
Im Gegenzug kann von dort Strom kommen, wenn kein Wind weht. Damit sind sie - in Grenzen - Grundlastfähig.
Nur ist das Ganze nicht günstig und wie so oft: Erst wenn die Absatzmengen steigen wird die Technik wirtschaftlich.

Im Gegenzug: Kohlekraftwerke zahlen keine Entschädigungen für ihre Abgase (die Blei, Blausäuge etc. enthalten), Atomkraftwerke sind nicht gegen den GAU versichert (wer sollte das auch versichern?!)... subventioniert sind also viele Kraftwerksformen schon seit langer Zeit.
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Re: Mercedes W206 und der "Nachfolger des Evo 2"

Beitragvon Srt Wolle » 3. Dez 2020, 19:21

Lieber Nagilum, du scheinst ein kleiner Schlingel (positiv gemeint) zu sein :muhahaha:

Du verstehst Sachen nur so, wie du willst - Beispiel: favorisierst erst den kleinen Turbomotor gegenüber einen richtigen V8 und gibst jetzt zu das kleine Motoren bei Leistung ineffizient sind :mrgreen: (kleine Motoren sind Schei...., Anmerkung von mir :biggrin: )

Einpfasig oder Drehstrom. Natürlich wurden bis in alle UVs Drehstrom gelegt und mit einem neuen Zähler und umverdrahten derselbigen könnten wir "mehr" Strom entnehmen. Herd und Backofen gingen bis jetzt so (Trägheit der Sicherung und nicht immer alle Verbraucher gleichzeitig volle Leistung). Den E Fiat haben wir spontan vor etwa einem Jahr gekauft, ist so eine Art Rettungskappsel für jeden aus der Familie der "mal eben kurz" wo hin muss. Trotzdem sind in einem Jahr rund 10.000km zusammen gekommen :shock:

Kohlekraftwerk Datteln, ist hier bei mir vor der Tür. Von Anfang an eine Totgeburt. Erst verkaufen die Bauern teuer ihr Land um anschließend gegen EON zu klagen. Weils Spaß macht, schließen die Anwohner sich an :spinnen: . Schon während des Baus sind unendlich Gelder verbraten worden. Anwohner erreichten einen Baustopp, dann wurde der ganze Stahl in Waltrop auf einer angemieteten Fläche Jahrelang zwischengelagert. Nach Jahren Sandgestrahlt und neu gestrichen und auf Schiffen teilmontiert um den Baustopp zu umgehen. Jetzt läuft das Kraftwerk in so eine Art Erhaltungsmodus und kostet irre Geld.
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Re: Mercedes W206 und der "Nachfolger des Evo 2"

Beitragvon Nagilum » 4. Dez 2020, 00:46

Was bei Datteln ablief ist eine Katastrophe - EON aber nicht unschuldig. Das Ding wurde offensichtlich ohne Genehmigung an einer anderen Stelle gebaut. Dass das knallt kann jeder Klofrau klar sein.
Das Ding läuft nicht auf vollgas? Es sollte doch mehrere alte Stinker ersetzen. Hohe Effizienz, bessere Abgaswerte... alles spricht, objektiv, dafür.
Dass die Anwohner dagegen sind ist auch klar, am Ende will niemand sowas neben sich haben, andererseits: Irgendwo muss(te) es hin.
Wen's interessiert: https://www.uniper.energy/de/datteln-4 Das sind Werte die weit über denen älterer Kraftwerke liegen.

Zum Motor: Nein, das ist so nicht ganz richtig. ;)
Der 2.5er sollte mit einem ähnlichen aktuellen Motor verglichen werden. 30 Jahre alter Sportbenziner vs. aktueller Diesel hinkt halt.
Dass Downsizing nicht in jedem Lastprofil optimal ist, habe ich nie bestritten. Es gibt nicht umsonst den Begriff "Rightsizing".
Im Alltag ist das Downsizing für die meisten sicher richtig und ökologisch sinnvoll - wer allerdings einen deutlich höheren Anteil an höherer Last hat, für den sind mehr Zylinder/Hubraum beim Benziner effizienter.
Das widerum ist beim Diesel weniger problematisch, da man den auch relativ mager fahren kann.

Das ist aber ein schwieriges und sehr individuelles Thema. Am Ende müsste man das Fahrprofil von jedem analysieren um das Optimum zu bestimmen.

Genauso ist es aber quatsch zu sagen, dass hohe Literleistungen nicht haltbar sind. Am Ende kommt es auf den Stand der Technik und das Budget an.
Mit heutigen Mitteln sind Literleistungen möglich und standfest, an die vor 30 Jahren gar nicht zu denken war. Allerdings kann man das natürlich kaputtsparen. Das beste Material hilft nichts, wenn es zu knapp dimensioniert wurde.
Ich habe mich neulich mit einem Händler unterhalten und der hat mir noch mal bestätigt, dass in seiner Kundschaft alle A45 AMG problemfrei seien und die Motoren halten.

Mein Onkel hatte früher mal einen S600 - da waren nach 10.000 km die Krümmer im Eimer und hätten 12.000 DM kosten sollen. Früher war auch nicht alles besser. ;)
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Re: Mercedes W206 und der "Nachfolger des Evo 2"

Beitragvon Srt Wolle » 4. Dez 2020, 09:07

Ob das Kraftwerk nun einige hundert Meter rechts oder links steht ist (fast) egal. Den Riesenklotz sieht man sogar von höher gelegenen Wohnungen von Waltrop aus. Ausserdem war von Anfang an klar, das das Kraftwerk soviel Kohle benötigt, das es nicht irgendwo in der Pampa hingestellt werden kann. Mir ein oder zwei LKW Ladungen kommt man da nicht weit. Man munkelt sogar, das das Kraftwerk früher oder später ab- und in China wieder aufgebaut werden soll.
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Re: Mercedes W206 und der "Nachfolger des Evo 2"

Beitragvon Nagilum » 5. Dez 2020, 04:25

Naja, berufsbedingt kenn ich mich ja schon ein wenig mit Baugedöns aus: Das mag vielleicht Ottonormalbürger egal sein, aber grundsätzlich muss das Zeug exakt da stehen, wo es genehmigt wurde.
Dafür kommen extra Vermesser etc. pp.

Da wo es jetzt steht, ist es grundsätzlich ein Schwarzbau und nicht genehmigt. Man hätte EON durchaus zwingen können das Ding abzureißen.
Wenn man es wo anders haben wollte, hätte man es wo anders beantragen müssen. Baugenehmigungen sind keine Vorlagen oder Ideengeber sondern verbindliche Papiere die sehr genau einzuhalten sind.

Was sie später mal damit machen kann fleißig spekuliert werden, mir ist das relativ... ;)
Grundsätzlich: Es ist teuer, technisch auf dem aktuellsten Stand... wenn wir schon gebrauchte Hochöfen exportieren, warum nicht auch sowas?
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Re: Mercedes W206 und der "Nachfolger des Evo 2"

Beitragvon Srt Wolle » 5. Dez 2020, 21:05

Da wir gerade selber bauen, bin ich da auch etwas im Thema. Direkt Schwarzbau würde ich das nicht nennen, ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen das Archtiketen, Vermesser und die Jungs vom Bauamt von Anfang an bis zur Fertigstellung eigenmächtig vom Bauantrag abweichend alles anders gemacht haben?! Ich denke eher das man die Anwohner absichtlich mit falschen Ortsangaben geblendet hat, so nach dem Motto-da ganz ganz hinten, hinter dem Wald kommt ein kleines Kraftwerk hin. EON hat ja auch genügend Fläche gekauft. Hätte aber auch jedem klar sein müssen das ein Kraftwerk dieser Größe nur direkt am Kanal gebaut werden kann (Kohlebedarf).
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Re: Mercedes W206 und der "Nachfolger des Evo 2"

Beitragvon Nagilum » 5. Dez 2020, 22:13

Prinzipiell ist das Quatsch. Grundsätzlich gibt es dafür sehr genau anzufertigende Lagepläne. Bei uns geht kein Bauantrag raus, der keine ordentlichen Entwurfszeichnungen mit exakter Lage hat.
Wir bauen Industriebobjekte von klein bis mehrere 10.000 m². Was da an Papierkrieg nötig ist, da macht sich kaum einer ein Bild von.

Davon ab kann man das Kraftwerk problemlos weiter weg setzen, es wird am Ende eh über Förderbänder bedient, die schlichtweg auch ein paar hundert Meter länger sein könnten.
Das bedeutet aber mehr Aufwand, höhere Kosten und grundsätzlich kann an längeren Förderbändern natürlich auch mehr kaputt gehen.

Man hat am Ende schlichtweg zugunsten der Wirtschaftlichkeit gepokert, nicht weil es nicht anders ginge.
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Re: Mercedes W206 und der "Nachfolger des Evo 2"

Beitragvon Nagilum » 6. Dez 2020, 21:56

Ich glaube ich habe dich etwas missverstanden. Beim kurzen Überfliegen eines Textes scheint es unklar ob sie anders gebaut haben als ursprünglich genehmigt wurde oder ob etwas genehmigt wurde, was eigentlich nicht genehmigungsfähig war und im Nachhinein genehmigungsfähig gemacht wurde.

Auf jeden Fall müssen deine Bauanträge auf wenige cm mit dem tatsächlich errichteten Bau übereinstimmen um Gültigkeit zu haben. Die Abweichung kann in Grenzfellen sogar bei 1 cm eine Ungültigkeit bewirken (Mindestmaße Brandschutz etc.).
Wir hatten einen Kunden der von seinem Nachbarn im Nachhinein 5 cm Grund kaufen musste - alternativ hätte man die Hütte an der Stelle demontieren und versetzt neu bauen müssen.
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Re: Mercedes W206 und der "Nachfolger des Evo 2"

Beitragvon LUDE » 8. Dez 2020, 13:36

Hi Leute,

ich werde mich nur ganz Kurz dazu melden.
Ich selbst bin stattlich geprüfter Elektrotechniker für Energietechnik.
Will heißen, dass ich natürlich nicht so viel Ahnung von Elektrotechnik habe wie ein E-Mobilitätsjünger. :freak:

Ich finde es als Mod erstmal Schade, dass dieses Thema hier im Forum diskutiert wird, wahrscheinlich weil ich dieses Thema auch irgendwie leid bin.
Trotzdem schreibe ich hier, manche Menschen haben ja die letzten Wochen schon ein Schreib-Tourett im Forum bekommen.
Man merkt, dass mache BAR den Hintereingang geschlossen hat. :wink:

Diskutiert soviel ihr wollt. Der 16V läuft mit Sprit, wenn es keinen herkömmlichen Sprit mehr gibt, hat hoffentlich ein Chemiekonzern ein Herz und stellt einen synthetisch
hergestellten Sprit zur Verfügung.

Ja der E-Motor hat nen absolut genialen Wirkungsgrad.
Ja der Tesla und die ganzen E-Autos gehen wie die Hölle.
Glaub ich das jeder Spacken der ein ein Handy-Tutorial im Youtube postet ein Automobilexperte für E-Mobilität ist? NEIN
Glaub ich ans Versorgungsnetz ( Infrastruktur )für Alle? NEIN
Glaub ich an die erneuerbaren Energien? NEIN
Glaub ich dass in Bulgarien, Rumänien und in Russland jemand was zur Energiewende beitragen will? NEIN
Glaub ich das die E-Mobilität die Welt rettet? NEIN

Und bitte, mich muss keiner mit meinem Glauben überzeugen wollen!

Ich hatte schon bei FB das vergnügen mit solchen Leute, die Offenheit gegenüber dem E-Auto fordern und einen dann zum Reichsbürger, AFD-Wähler und Verschwörungstheoretiker abstempeln wollen.
Da steh ich drüber!

Ganz ehrlich, wenn ihr so geil drauf seid, die Welt zu retten, seid nicht so heuchlerisch und schreibt das von eurem PC oder Handy....verkauft das Zeug, geht auf den Ponnyhof und kauft euch nen Gaul.
Das Gute am Gaul ist, der hat so einen großen Kopf, dem könnt ihr dann getrost das Denken überlassen.

Wer mich jetzt nicht mehr mag, tja Pech gehabt, mein Leben geht auch so weiter.
Danke, dass ihr die letzte Bastion des Gedankenaustauschs im Verbrennerbereich mit dem E-Mobilitätszeug voll macht habt! :danke <-Achtung Ironie!

Lieben Gruß vom Lude, dessen Toaster in der Küche und nicht in der Garage steht!
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Re: Mercedes W206 und der "Nachfolger des Evo 2"

Beitragvon Nagilum » 8. Dez 2020, 18:51

Ganz sicher wird es in der Zukunft, auch für den Herrn Lude, synthetische Kraftstoffe geben die Benzin und Diesel ersetzen. Es wird noch ewig Oldtimer geben die bewegt werden wollen - und auch der normale Straßenverkehr wird dekaden benötigen um durch alternative Antriebsformen ersetzt zu werden.
Das hängt an vielen Faktoren, nicht zuletzt auch daran, dass die Masse 'modernerer' Fahrzeuge produziert werden muss. Außerdem ist natürlich auch weiterhin der Arbeitsmarkt nicht zu verachten - es senkt den Widerstand, wenn möglichst viele einen Job behalten.

Klar wird aber auch sein: Synthetische Kraftstoffe werden nicht günstig - die fossilen langfristig aber auch nicht.

Russland würde sicher gerne ewig Gas verkaufen, erkennt aber auch, dass damit nicht bis in alle Ewigkeit sattes Geld zu machen ist - folglich werden auch die sich was überlegen.

Nicht jeder muss alles mögen oder gut finden, das geht uns allen und in allen möglichen Bereichen so. Schade ist allerdings, dass dich das hier so stark bedrückt. Es ist offtopic, hier dreht sich auch nicht immer alles um den 190E 16V... E-Mobilität betrifft auch Autos.

Niemand hat hier behauptet, dass Leute, die E-Autos nicht mögen AFD-Wähler sind, aber wer entgegen der Wissenschaft behauptet, dass wir kein CO²-Problem haben, dem kann man durchaus nahelegen, dass er für andere Theorien ebenfalls offen ist. Verbrenner zu mögen steht aber nicht im Widerspruch dazu, sich des Problems bewusst zu sein. Es gibt viele Raucher die gerne rauchen - obwohl sie wissen, dass das eigentlich nicht gut ist. ;)
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Re: Mercedes W206 und der "Nachfolger des Evo 2"

Beitragvon Henger » 8. Dez 2020, 22:09

LUDE hat geschrieben:
Wer mich jetzt nicht mehr mag, tja Pech gehabt, mein Leben geht auch so weiter.


Ich habe dich immer noch ganz doll lieb Lude :kiss
Wir sind hier im Off Topic Bereich, unser Forum wird moderiert und somit habe ich kein Problem mit der Thematik.


Nagilum hat geschrieben:Niemand hat hier behauptet, dass Leute, die E-Autos nicht mögen AFD-Wähler sind, aber wer entgegen der Wissenschaft behauptet, dass wir kein CO²-Problem haben, dem kann man durchaus nahelegen, dass er für andere Theorien ebenfalls offen ist.


Nein Nagi, kann man eben nicht.
Das ist moralisch überhöht, einer offenen Diskussion nicht zuträglich und deswegen auch nicht erwünscht.

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Re: Mercedes W206 und der "Nachfolger des Evo 2"

Beitragvon Nagilum » 9. Dez 2020, 19:47

Henger hat geschrieben:Eine eigene Meinung abseits der Links Grünen Meinungskorridore, Fridays for Future, Extinction Rebellion, Ende Gelände usw....zu vertreten, ist echt Mutig in diesen Tagen.


Das eine geht nicht, das o.g. aber pauschal als Mutig zu bezeichnen geht? Nunja...
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Re: Mercedes W206 und der "Nachfolger des Evo 2"

Beitragvon Srt Wolle » 10. Dez 2020, 10:29

Ich finde es gut das hier mal wieder etwas Leben in die Bude kommt, egal ob das nun an geschlossenen Bars liegt oder sonst was.
Ja, es ist schon fast mutig das E Auto nicht zu akzeptieren. Es gibt leider nur sehr sehr wenige E Autofahrer die, sagen wir mal "neutral" sind. Die meisten sind regelrechte Freaks und sehen das E Auto als den einzigen wahren Gral an. Es wird dabei vergessen, das das ach so Umweltschädliche "alte" Auto (voll funktionstüchtig und real schon vorhanden) nach z.B. Rumänien geht und dort, meist ohne Abgasreinigung Jahrzehnte weiter fährt. Wogegen das neue ach so grüne Auto mit ebenfalls vielen giftigen Substanzen neu gebaut wurde. Ich finde Nachhaltigkeit sollte schon beim Hersteller anfangen (Thema absichtlich verbaute Schwachstellen) und beim Verbraucher weitergeführt werden. Man kann mühelos auch 100.000 - 200.000km mit dem selben Auto fahren und muss nicht jedes Jahr ein neues Auto bestell weil das neue Model 5PS mehr hat und angeblich 0,3L weniger verbraucht.
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Re: Mercedes W206 und der "Nachfolger des Evo 2"

Beitragvon Bell 212 TJ » 10. Dez 2020, 14:06

Der Witz an dem ganzen Kraftstoff zu sparen ist ja das unsere Fahrzeuge immer schwerer werden, wo will ich da sparen ?
Es ist damit nicht getan nur die Motoren zu verändern, das Gewicht muss runter!
Der Endverbraucher ist doch letztendlich schuld , man möchte wie im Wohnzimmer sitzen und das um jeden Preis.
Bequemlichkeit und Komfort kombiniert mit Schnelligkeit so baut die Industrie das gewünschte Produkt.
Ob da nun ein Verbrenner oder E-Motor verbaut ist ändert da auch nichts, Gewicht bleibt Gewicht!

Grüsse
Walter :winken:
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Re: Mercedes W206 und der "Nachfolger des Evo 2"

Beitragvon db16v » 10. Dez 2020, 19:13

Hi,

Das sehe ich auch so mit dem Gewicht.
In den Autos ist mittlerweile so wie elektronischer "Schnickschnack" den die wenigsten brauchen bzw. möchten.
Es wurde mal ein moderner Diesel in den 190e gebaut.
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Da brauchte der selbe Motor auf einmal nur 4,9L statt 7,3.
Wenn die so ein Auto auf dem Mark bringen würden, gäbe es bestimmt eine große Käuferschicht.

Aber es ist ja gar nicht mehr gewollt, das die Geräte 20 Jahr und länger halten.
Es ist leider zu billig geworden, was neues zu Kaufen, anstatt zu Reparieren.

Gruß Thomas
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Re: Mercedes W206 und der "Nachfolger des Evo 2"

Beitragvon Bell 212 TJ » 10. Dez 2020, 20:30

Hi Thomas,
da gebe ich Dir zu 100 Prozent recht, traurig aber wahr. :heul1:
Ein umdenken wird leider nicht statt finden.

Grüsse
Walter :winken:
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Re: Mercedes W206 und der "Nachfolger des Evo 2"

Beitragvon Nagilum » 10. Dez 2020, 20:31

Das Theme E-Mobilität ist durchaus komplex.

Es ist weder richtig zu sagen, dass der 1:1 Tausch alternativlos (und richtig) sei, noch richtig sie gänzlich abzulehnen (und zu behaupten, dass das nur irgendwelchen finanziellen Interessen geschuldet ist).

Das mit den Giften ist so nicht ganz richtig - das größte Problem dabei ist tatsächlich der (Energie)aufwand für für Akkus. Lithium ist in Unmengen verfügbar, aber nur an wenigen Orten in einer Konzentration, die die Extraktion wirtschaftlich macht.
(Was eine Parallele zu den "seltenen Erden" ist, welche ebenfalls _nicht_ selten sind - aber der Abbau war z.B. in Deutschland langezeig nicht wirtschaftlich)

Hierbei ist aber nicht nur die Energie das Problem, sondern z.B. dass die Gewinnung aus Salzseen auch unmengen an sauberem Wasser benötigt - was in Bolivien z. B. ein heikles Thema ist.
Während wir hier mit Grundwasser verwöhnt sind, ist das in der Salzwüste von Bolivien nicht so gut. Das ist ein Punkt, der Hybride aktuell besser macht als so manch einer glaubt: Der Akku wird (wenn das Fahrzeug korrekt genutzt wird) viel besser ausgenutzt als bei einem E-Auto mit 400 km Reichweite, dass aber meistens nach 50 schon wieder nachlädt. Auch eine Form von "rightsizing" und ähnlich dem Hubraum: Der Anwendungsfall definiert wo das Optimum ist.

Am Ende ist es so, dass sich alles entwickeln muss - vieles davon sich aber erst mit entsprechendem Absatz und zu erzielenden Verkaufspreisen lohnt.
Hätte die Deutsche Industrie nicht viele Jahre arrogant verschwendet, wäre man heute sicher weiter.

Hier in Deutschland arbeitet man z. B. daran das Lithium aus Geothermiekraftwerken zu gewinnen. Keine Endlösungsmengen aber immerhin so viel, dass man hier (und im nahen Frankreich) genug für mehrere 10.000 Autos pro Jahr gewinnen könnte.
Die perfekte Lösung wird es wohl nie geben, nur die jeweils aktuell best mögliche.

Auch sollte klar sein, dass es nicht hilft, wenn die Verbrenner nicht auch rohstofftechnisch verwertet werden. Fährt das Teil in Afrika weiter haben wir nichts gewonnen - zumindest nicht, wenn dafür ein Afrika nicht ein Gefährt mit noch mehr Kraftstoffbedarf wieder im Rohstoffkreislauf landet. Da war die Abwrackprämie kein schlechter Ansatz, wobei das nicht unbedingt die Fahrzeuge erwischt hat, die als erstes hätte erwischen sollen.

Dass Leute ständig Neuwagen brauchen und dann noch die größten SUVs hilft natürlich auch nicht. Auch für alternative Antriebe sind hohe Verbräuche nicht gut - Wasserstoff, Strom... all das muss erzeugt werden und je ineffizienter es verbraucht wird, desto mehr wird benötigt. Das ist wie mit Synthetischem Kraftstoff: Es lässt sich nicht unbegrenzt aus dem nichts erzeugen.
Leichtbau ist zwar schon lange ein Thema, aber gegen eine fahrende Schrankwand kann der natürlich wenig ausrichten.

Mutig sind vor allem die, die versuchen da Verbesserungen zu bewirken, wo es nicht gleich Geld und Ruhm regnet. Da wo die Aussichten auf Erfolg nicht die größten sind - ein Vorstoß aber viel bewirken würde.
Mutig sind sicher auch die, die alles kritisch betrachten und nicht gleich jedem Hype hinterherrennen.
Nicht mutig sind die, die erklären das sei alles unnötiger Hokus Pokus (wie Trump die Wissenschaft diskreditieren) und würde nur bestimmten Leuten die Taschen füllen - Fossile Technologien (Kohle, Öl, Gas) füllen auch nicht wenige Taschen und haben, wie auch die Autoverbände, mächtige Lobbys gebildet, die sich lange gewehrt haben.

Was auch gern übersehen wird: Ja, dass das Öl mal zuende geht haben sie vor 50 Jahren schon vorhergesagt. Warum das nicht passiert ist: Weil der Aufwand neues Öl zu finden und fördern/extrahieren immer aufwändiger wird.
Inzwischen werden sog. Supercomputer zur Bodenanalyse genutzt, riesige Ölsandwüsten geschaffen... und langfristig würde auch das zu deutlichen Preissteigerungen führen.
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- Phaedrus, Fabeln
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